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Lindauer Zeitung


Eine Bühne für Lindaus Bürger will die neue Inselhalle auch künftig bieten. Die Bühne für die großen Themen der Stadt ist die Lindauer Zeitung. Ihre Leser erreicht die „LZ“ aber längst nicht mehr nur auf Papier, sondern auf allen denkbaren Kanälen. Sogar in der Küche.

Eben noch war Toni Neumann in Thailand, jetzt muss er zur „alten Kuh“ aus Spanien. So schnell geht eine Weltreise, wenn man einen Sternekoch an seiner Seite hat. Neumanns Ausflug nach Asien galt einer leichten Soße mit thailändischen Aromen, „die auch als Suppe schmeckt“, wie er seinen Zuschauern verrät. Bei der alten Kuh handelt es sich um ein drei, vielleicht sogar vier Jahre altes Rinderfilet. Das Alter sieht man ihm auch an, „und beim Metzger würden 80 Prozent der Kunden abwinken“. Der Profi aber weiß: Erst, wenn das Fleisch so aussieht und man die Fasern eindrücken kann, entfaltet es seinen vollen Geschmack.

Solche Aha-Effekte gibt es an diesem Samstag reichlich für die zehn Leser der Lindauer Zeitung, die hinter die Kulissen und vor allem in die Töpfe des „Vilino“ blicken. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit lädt das Haus Leser der Lokalzeitung zu sich auf den Hoyerberg ein, wo der italienische Landhausstil des Hotelrestaurants mehr als nur einen Hauch Toskana verströmt. Für Gourmets und Genussurlauber ist das „Vilino“ eine der ersten Adressen der Bodenseeregion. Seit 1998 trägt das Restaurant einen Stern im Michelin, der Gault Millau brachte es 2017 so auf den Punkt: „Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung“.

„70 Prozent unserer Gäste kommen nicht von hier. Umso wichtiger ist es für uns, Türen für Menschen aus der Region zu öffnen“, sagt Sonja Fischer, die das Vilino gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Reiner aufgebaut hat. Die Fischers selbst sind in Lindau fest verankert: In den heutigen Ratsstuben auf der Insel hat Reiner Fischer sich den ersten Stern erkocht. Seit dem vergangenen Jahr verwöhnt Toni Neumann als Chefkoch die Gaumen der anspruchsvollen Gäste wie „euroasiatischen Aromenexpressreisen“, wie die FAZ begeistert schrieb.

Kein Wunder daher, dass viele Leser der Lindauer Zeitung beim Ausflug ins „Vilino“ mit dabei sein wollten. „Sie sind generell sehr aktiv, ob es um Gewinnspiele, Leserbriefe oder Podiumsdiskussionen geht“, berichtet Verlagsleiter Michael Kühn. Etwa zwei Dutzend solcher Partnerveranstaltungen organisiert die Lindauer Zeitung jährlich, und dies nicht nur, um die Bindung der Leser an die Tageszeitung zu fördern. „Wir können mit unseren vielen Kontakten mit den Lesern Beziehungen herstellen“, erklärt Wilhelm Zürn, Regionaler Geschäftsführer Schwäbisch Media Lindau-Allgäu.

Ein reines Zeitungshaus ist Schwäbisch Media schon lange nicht mehr. Sicher, bis heute ist die Schwäbische Zeitung mit ihren insgesamt 20 Lokalausgaben und rund 164.000 Abonnenten das Flaggschiff der Gruppe. Auf dem Fundament der größten regionalen Tageszeitung Baden-Württembergs hat sich die Verlagsgruppe in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Medienhaus entwickelt. Unter dem Dach von Schwäbisch Media versammeln sich heute Zeitschriften und Magazine, Radio- und Fernsehsender sowie diverse Webseiten und Apps wie schwäbische.de oder bodensee.de.

Mehr als 1.000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt die Gruppe, dazu 3.500 freie Autoren und Fotografen, nicht zu vergessen die 8.000 Zusteller – wobei immer mehr Leser ihre Zeitung als E-Paper oder per App beziehen. Konsequent wie nur wenige Regionalverlage hat die Schwäbische Zeitung auf die Herausforderungen der Zeit reagiert. Zum einen hat man investiert: An jedem der 20 Standorte gibt es einen Redakteur, der sich eigens um die digitale Aufbereitung von Geschichten kümmert, es gibt zusätzlich eine eigene Online-Redaktion. Gleichzeitig hat man als eines der ersten Zeitungshäuser eine Bezahlschranke eingeführt. „Wir produzieren nicht Papier, sondern Inhalte“, betont Michael Kühn, und diese haben ihren Wert. Ein mutiger Weg, der bislang mit immerhin über 19.000 Digitalabos belohnt wurde.

Marieke Klauenberg aus Bodolz dagegen ist bekennende Print-Leserin. „Ich brauche das Papier einfach, sogar meine Kinder reißen sich morgens am Frühstückstisch darum“, berichtet sie, kurz bevor im „Vilino“ als erster der fünf Gänge kurz gebratener Thunfisch mit Avocado-Sesam gereicht wird. Apropos Essen: „Hat das Restaurant der Inselhalle eigentlich auch außerhalb von Events auf?“ Ja, hat es, auch deshalb verfügt es ja über einen separaten Eingang. Das hört Frau Klauenberg gern. Die Familie hat nämlich an der Anlegestelle am Kleinen See ein Boot, und ein Sundowner nach einem Tag auf dem Wasser – diese Vorstellung klingt reizvoll.

Mit der Inselhalle verbindet Marieke Klauenberg vor allem Tanzveranstaltungen. Darüber lesen konnte man in der Lindauer Zeitung, die aber nicht nur als publizistischer Begleiter oder Medienpartner, sondern auch als Veranstalter in der Inselhalle aktiv sein wird. Als Premiumpartner, der eine der Raumpatenschaften für die Konferenzräume im Foyer übernommen hat, will die Lindauer Zeitung dieses Angebot künftig noch ausbauen. Konkrete Ideen dazu entwickelt man derzeit. Wilhelm Zürn freut sich schon darauf: „Die Inselhalle ist multifunktional und dadurch für unterschiedliche Größen ideal nutzbar. Das ist ein Quantensprung für den Standort.“

Schwäbisch Media: Viel mehr als eine Zeitung

Von der Ostalb bis an den Bodensee, von der Schwäbischen Alb bis ins Allgäu: 164.000 Abonnenten erreicht die Schwäbische Zeitung insgesamt, mehr als jede andere Regionalzeitung Baden-Württembergs. Die Lindauer Zeitung ist die einzige der 20 Lokalausgaben, die in Bayern publiziert wird. Seit den Anfängen 1946 hat sich das Verlagshaus, dessen Hauptsitz Ravensburg ist, zu einer Mediengruppe mit mehr als 1.000 festangestellten Mitarbeiter entwickelt.
www.schwaebisch-media.de

 

 

 



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Webseitewww.schwäbische.de