1. Gartensysmposium Bodenseegärten in Lindau am 03.05.2018Am 3. und 4. Mai fand in Lindaus neuer Tagungslocation das erste Gartensymposium am Bodensee statt.

Unter dem Motto “Gartentourismus als Chance für den Bodensee” trafen sich am 3. und 4. Mai 2018 knapp 100 Teilnehmer in der neuen Inselhalle zum ersten Gartensymposium am Bodensee. Die zweitägige, im Rahmen eines Interreg-Kleinprojekts geförderte Tagung wartete mit einem vielfältigen und hochwertigen Programm rund um das Thema Gartentourismus auf und wurde gemeinsam von dem Verein Bodenseegärten und Lindau Tourismus veranstaltet.

 

Gartentourismus als Chance für den Bodensee

Rund 100 Teilnehmer begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ecker am vergangenen Donnerstag, 3. Mai, in der neuen Inselhalle zum ersten Gartensymposium am Bodensee. Lindau Tourismus und der Verein Bodenseegärten, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Gärten und Parks der Vierländerregion Bodensee zu vernetzen, hatten gemeinsam zu der Tagung geladen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Sensibilisierung für den Garten als öffentlicher Raum und die Frage: Wie kann sich der Gartentourismus am Bodensee weiterentwickeln?

 

Plattform für grünes Wissen & Exkursionen in die Gartenlandschaft am Bodensee

Am ersten Symposiumstag beleuchteten unter der Moderation von Nicole Then Gartenexperten aus vier Ländern den Erlebnisraum Garten im Rahmen von Impulsvorträgen und Praxisbeispielen. Trendforscher Prof. Peter Wippermann berichtete beispielsweise davon, wie sich Gärten zum bewussten Gegenpol unseres hochkomplexen digitalen Alltags entwickeln. Das Thema Natur gewinne deshalb rasant an Bedeutung und rangiere dem „Werte-Index 2018“ zufolge bereits auf Platz 1 der für die Gesellschaft wichtigsten Werte. In die Praxis tauchten die Gäste daraufhin bei einem Vortrag von Dr. Heike Platter aus Meran ein, der dem Publikum das Erfolgsbeispiel der Gärten von Schloss Trauttmansdorff näher vorstellte. Die touristische Relevanz des Themas Garten für den Bodensee bekräftigte anschließend Prof. Berd Eisenstein von der Fachhochschule Westküste. Seine langjährige „Destination Brand“-Studie zeigte zudem, dass der Bodensee bei „Gärten und Parks“ bereits eine hohe Wahrnehmung bei der deutschen Zielgruppe besitzt und das Thema wirtschaftlich überaus gewichtig ist. Auch der sogenannte „Lindauer Ansatz“ von Roland Mangold vom Verein faktor NATUR fand breite Bestätigung. Ihm zufolge gelingt der Zugang zur Natur am besten über Menschen, die mit Leidenschaft ihr Wissen vermitteln. So könne eine tiefgehende Beziehung zu einem Ort in der Natur entstehen. Der zweite Symposiumstag stand schließlich im Zeichen von Exkusionen. Hier hatten die Teilnehmer die Gelegenheit die Gartenlandschaft am Bodensee und des angrenzenden Allgäus näher kennenzulernen – von Wolfgang Seethalers Garten am Lindauer Haus zum Nussbaum über den Helixgarten am Degersee bis zum Besuch der Staudengärtnerei von Andrea Porsch in Hergensweiler.

 

Fazit nach zwei grünen Veranstaltungstagen

Sowohl Monika Grünenfelder, Geschäftsführerin des Vereins Bodenseegärten, als auch Carsten Holz, Geschäftsführer der Lindau Tourismus und Kongress GmbH, zeigen sich nach dem ersten Gartensymposium am Bodensee begeistert. „Die Referenten zeigten durchgehend ein hohes Niveau und die Teilnehmer konnten ganz viel für sich mit nach Hause nehmen. Für die Bodenseegärten war es ein gelungenes erstes Gartensymposium am Bodensee“, erklärt Monika Grünenfelder. Carsten Holz resümiert: „Die Veranstaltung hat uns einmal mehr vor Augen geführt, welches Potential der Bodensee als Gartendestination bietet. Und mit der 2021 bevorstehenden Kleinen Landesgartenschau sowie unserer Positionierung als Insel- und Gartenstadt gewinnt das Thema Natur auch für Lindau weiter an touristischer Relevanz. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich sehr, mit dem ersten Gartensymposium eine solch hochkarätige Informations- und Diskussionsplattform hier in der Inselhalle angeboten zu haben.“

 

Zusatzinfo: Interreg-Kleinprojekt & nächstes Gartensymposium

Das Gartensymposium am Bodensee wurde mit Fördermitteln des IBK-Kleinprojektefonds, einem regionalen Förderprogramm der Europäischen Union (EU) und der Schweizer Eidgenossenschaft zur Unterstützung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit finanziert (www.interreg.org). Das zweite Gartensymposium am Bodensee wird im Frühjahr 2020 in Überlingen stattfinden.