Interaktive Formate

Interaktivität beschreibt zum einen die Verbindung zwischen und Vernetzung mit mehreren Teilnehmern, zum anderen auch die tatkräftige Mitwirkung am Veranstaltungsgeschehen und nicht nur das passive Zuhören.

Die Veranstaltungsformate stellen dabei einen zentralen Bestandteil der Veranstaltungsgestaltung dar. Sie geben der jeweiligen Veranstaltung den Rahmen, in welchem sie stattfinden kann. So rahmt beispielsweise das Format Kongress eine ganze Veranstaltung ein, kann jedoch auch kleinere Bestandteile wie Symposien, Postersessions oder Workshops, die selbst als Veranstaltungsformat bezeichnet werden, enthalten. Die Aufspaltung eines Veranstaltungsablaufes in abwechslungsreiche Abschnitte verkürzt die wahrgenommene Zeitdauer dabei beträchtlich.

Interaktive Formate greifen zudem auch den Anspruch nach mehr Flexibilität auf. Die Teilnehmer haben immer individuellere Anforderung, auf die Sie als Veranstalter so flexibel eingehen können und in verschiedenen Formaten auch verschieden starke Gruppen ansprechen können.

 

World Café

Das World Café basiert auf der Beobachtung, dass während der Kaffeepausen meist relevante Informationen in persönlichen Gesprächen besser transportiert werden, als während klassischer Vorträge.

So finden sich bei diesem Format Ihre Teilnehmer in Gruppen von vier bis 15 Personen an Tischen zusammen und erarbeiten zu vorformulierten Fragestellungen Lösungsvorschläge. Sie achten dabei auf die Café Etikette. Alle Tische sind mit beschreibbaren Tischdecken ausgestattet, auf welchen die Teilnehmer die aufkommenden Vorschläge und Ideen notieren können. Im Laufe der Veranstaltung wechseln sie von Tisch zu Tisch, wo Ihnen zunächst die Ergebnisse der vorangegangenen Gruppen kurz präsentiert werden und sie dann darauf aufbauend weiterarbeiten können. Abschließend findet im Plenum eine Präsentation der Resultate statt und es kann nochmals gemeinsam darüber diskutiert werden.

Bei diesem Veranstaltungsformat können alle Teilnehmer ihr Wissen gewinnbringend teilen und zur Ergründung und Lösung der Fragestellungen beitragen. Dadurch werden viele unterschiedliche Sichtweisen zusammengetragen und es wird Raum für neue, innovative Vorgehensweisen geschaffen.

 

Fishbowl

Bei dem Format Fishbowl werden, wie in einem Goldfischglas, einige Teilnehmer von anderen beobachtet. In der Mitte des Raumes ist ein kleiner Kreis angeordnet, in dem vier bis sechs Personen eine Art Podiumsdiskussion zu einem vorgegebenen Thema führen. Um diese herum wird ein Außenkreis gebildet, dessen Mitglieder dem Gespräch aufmerksam zuhören.

Sollte ein Teilnehmer, der im Außenkreis sitzt, an der Diskussion teilnehmen wollen, so befindet sich im Innenkreis ein freier Stuhl, auf dem er Platz nehmen kann, um seine Sichtweise darzulegen. Grundlegend soll nur im Innenkreis gesprochen werden, während der Außenkreis aufmerksam zuhört. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit auszusprechen, sollte jedoch, nachdem er sein Argument dargelegt hat, den Innenkreis möglichst bald wieder verlassen, um auch anderen die Teilnahme am Dialog zu ermöglichen. Ein Moderator begleitet diesen Austausch, indem das Gespräch durch gezielte Fragestellungen anregt.

Es wird so eine kontroverse Diskussion auf Augenhöhe ermöglicht, an der sich neben den Experten auch Ihr Publikum aktiv beteiligen kann.

 

Open Space

Das Open Space stellt ein sehr offenes Veranstaltungsformat dar, das eine hohe Partizipation der Teilnehmer voraussetzt. So ist zu Veranstaltungsbeginn lediglich das grobe Leitthema bekannt. Die Besucher selbst sollen basierend auf ihrem Wissen und ihren individuellen Erfahrungen Themen anbieten, über die sie mit den anderen diskutieren möchten.

Jeder Teilnehmer, der ein Thema anbietet, stellt dieses knapp im Plenum vor und vermerkt einen Veranstaltungsraum und Zeitpunkt. Allmählich füllt sich so die Agenda für das Open Space. Anschließend können sich die restlichen Teilnehmer an den Diskussionen beteiligen, die sie interessieren und zu welchen sie möglichst viel beitragen können. Hierbei gilt das „Gesetz der zwei Füße“. Sobald ein Teilnehmer genug zu einem Thema beigetragen hat, soll er weiterziehen und andere Gruppen bereichern. Man spricht hier von der Hummel, die von Blüte – sprich Gruppe – zu Blüte fliegt. Auf der anderen Seite sind die Schmetterlinge die Teilnehmer, die sich aus den Gruppen zurückziehen und abseits mit anderen über die angebotenen oder Querschnittsthemen diskutieren und so oftmals mit ganz entscheidenden Lösungsvorschlägen am Ende der Themenrunden ins Plenum zurückkehren. Dort werden nochmals die Resultate der einzelnen Gruppen zusammengetragen, sodass alle auf dem gleichen Stand das Open Space gemeinsam beenden.

 

Gehspräch

Die Lage der IHL direkt am Bodensee können Sie mit diesem Format gezielt in den Veranstaltungsablauf einbinden.

Die Bezeichnung des Formates setzt sich aus den Wörtern „gehen“ und „Gespräch“ zusammen. So finden sich in aller Regel die Teilnehmer in Zweiergruppen zusammen und haben die Aufgabe, während eines Spaziergangs eine Unterhaltung zu einer bestimmten Fragestellung zu führen. Alternativ kann hierbei auch die Redezeit jedes einzelnen festgelegt werden. So spricht beispielsweise die erste Person ohne Unterbrechung zehn Minuten am Stück und ihr Gegenüber hört aufmerksam zu, anschließend tauschen sie ihre Rollen.

Dabei die geschlossenen Räumlichkeiten zu verlassen und etwas Zeit draußen zu verbringen, erfrischt und bietet die Möglichkeit, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Auch das Networking Ihrer Teilnehmer wird auf diese Weise unangestrengt angeregt.

 

Science Slam

Der Science Slam ist ein Wettbewerb, in welchem Wissenschaftler Ihre Forschungsentwicklung oder -ergebnisse in einem Vortrag dem Publikum innerhalb von zehn Minuten vorstellen.

Das Publikum soll darüber abstimmen, welcher Vortrag ihm am besten gefallen hat. Dazu erhalten zum Beispiel zehn Personen Zahlentafeln von eins bis zehn und bewerten nach jedem Vortrag die entsprechende Leistung des Wissenschaftlers. Wer am Ende die meisten Punkte vom Publikum erhalten hat, wird von diesem zum Sieger gekürt. Durch die Möglichkeit Ihres Publikums die Bewertung in die eigene Hand zu nehmen, ist dieses viel aktiver am Geschehen beteiligt und hört während der Vorträge genauer und kritischer zu. Zudem zeigt sich, dass Besucher, vor allem hinsichtlich der Bewertung, sofort in eine Diskussion einsteigen und auch nach einem Science Slam noch über die unterschiedlichen Vorträge angeregte Gespräche führen. Die Wissensvermittlung erfolgt in diesem Format nebenbei. Aus diesem Grund bietet es sich auch an einen Science Slam als eine Bereicherung und ein lebendiges Element in klassische Veranstaltungsformate, wie Tagungen und Kongresse, zu integrieren.

Dabei muss es nicht zwangsläufig ein Science Slam sein, sondern auch neben der Wissenschaft bieten viele andere Branchen interessante Themen.

 

 

Ausstattung

Ausstattung

Um Ihre Teilnehmer von Anfang an abzuholen und deren Neugier auf die kommende Veranstaltung zu wecken, können Sie gelegentlich vom Erwarteten und den bekannten Bestuhlungsvarianten abweichen. Sie erreichen damit ein höheres Interesse und so eine gesteigerte Aufmerksamkeit Ihrer Besucher. Außerdem können Sie Ausstattungselemente auch zur Förderung der Interaktivität sowie zur Ansprache unterschiedliche...

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