Lindaus Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker sieht keine Chance mehr, dass die Inselhalle termingerecht Ende Dezember fertig wird. Deshalb geht Carsten Holz, Geschäftsführer der Lindauer Tourismus- und Kongress-GmbH (LTK) bereits auf alle Kunden zu, die im ersten Quartal die Halle gebucht haben. „Dabei handelt es sich um 25 verschiedene Kunden, auf die wir zugehen, um alternative Lösungen zu entwickeln und eventuellen Schaden zu minimieren“, so Holz.

„Ich habe das Vertrauen in die Terminzusagen der externen Objektüberwachung Hochbau inzwischen vollkommen verloren“, begründet Dr. Ecker diesen leider notwendigen Schritt. Dabei stützt er sich nicht nur auf eigene Beobachtungen und die seiner Mitarbeiter, sondern auch auf die Erkenntnisse eines in der Objektüberwachung erfahrenen Mitarbeiters des Projektsteuererbüros. Dieser war vor einigen Wochen auf Veranlassung des OB vom Projektsteuerer eingesetzt worden, um eine schonungslose Bestandsaufnahme zu machen. Seine Einschätzung: „Vor Ende Februar ist die Halle nicht fertig und auch dieser Termin ist nicht zu garantieren.“

„Leider wurde dies bisher von den beauftragten Architekten nie mitgeteilt. Selbst bei der Preview im September hieß es noch auf unsere Nachfrage, die Halle werde bis Ende Dezember fertig“, erinnert der OB an die damaligen Zusagen der vor Ort tätigen Objektüberwachungen.

Zu dem erheblichen Termin- und Kostenärger, der das Projekt schon seit zwei Jahren begleitet, komme nun eine neue Eskalationsstufe, so Dr. Ecker: „Wir haben schon vor langer Zeit und mit bestem Gewissen, als noch mit einer Fertigstellung im Sommer 2017 gerechnet wurde, für Januar und Februar 2018 Einzelveranstaltungen gebucht. Zudem sollen ab März die ersten Tagungen stattfinden.“
Zwar hat es auch Erschwernisse während des Baus gegeben, so musste beispielsweise einer beauftragten Firma fristlos gekündigt werden, weil die geschuldeten Leistungen nicht in Angriff genommen wurden „Nichts destotrotz bin ich vom Kommunikationsverhalten der externen Objektüberwachung Hochbau maßlos enttäuscht“, kritisiert Dr. Ecker.

In enger Abstimmung mit dem Projektsteuerer soll jetzt zumindest noch bestmöglich der Bau beschleunigt werden. „Wir wollen retten, was zu retten ist, und den Schaden möglichst klein halten. Ich werde deshalb bei den nächsten Baubesprechungen soweit als möglich persönlich dabei sein“, so Dr. Ecker weiter.